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Leitfaden für Unternehmen

Neukunden über Social Media

Die meisten Konten verlieren Kunden nicht im Feed, sondern danach: im Profil, beim Link und bei der Antwort.

Veröffentlicht 23. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit

Reichweite und Kunden sind zwei verschiedene Aufgaben

Ein lustiges Video kann Tausende erreichen, die weit weg wohnen und nie bei dir kaufen werden. Ein schlichtes Video zur Frage „Was kostet ein neues Bad?“ erreicht weniger Menschen, und viel mehr davon wollen gerade Geld ausgeben. Beides hat seinen Platz, aber nur eins füllt den Terminkalender.

Prüf jedes Thema deshalb auf zwei Dinge: Schauen die Leute das an, und bringt es irgendwen näher an einen Kauf? Ein Thema, das bei beidem gut abschneidet, ist selten und mehr wert als fünf, die nur beim Ersten punkten.

Poste für Kauffragen, nicht nur für Aufmerksamkeit

Die Beiträge, die Anfragen bringen, beantworten, was Menschen kurz vor dem Kauf wissen wollen: Preise oder Preisspannen, wie der Ablauf ist, wie lange es dauert, was schiefgehen kann, was frühere Kunden bekommen haben. Vorher-Nachher gehört hierher, weil es das Ergebnis zeigt, statt es zu beschreiben.

Bewertungen wirken am besten als kurze Geschichte: was die Kundin wollte, was du gemacht hast, was sich geändert hat. Einem Screenshot mit fünf Sternen glaubt man weniger als einem Satz in den Worten der Kundin.

Dein Profil ist das Schaufenster

Wer Interesse hat, tippt als Nächstes auf dein Profil. In zwei Sekunden muss dort stehen, wer du bist, wo du arbeitest und was jemand jetzt tun soll. „Fliesen und Bäder in Leipzig. Kostenloses Angebot per WhatsApp“ leistet das, ein Slogan nicht.

Nutz Highlights oder angepinnte Beiträge für die drei Dinge, nach denen alle fragen: Preise, Ablauf, Kontakt. Und sorg dafür, dass der Link direkt zur Buchung oder zum Anfrageformular führt, nicht auf die Startseite deiner Website.

Ein nächster Schritt pro Beitrag

Ein Beitrag, der mit „kommentieren, teilen, Website besuchen und anrufen“ endet, endet mit nichts. Wähl einen Schritt: ein Stichwort kommentieren für die Preisliste, eine Nachricht schreiben für einen Termin, auf den Link tippen für einen kostenlosen Check.

Stichwort-Kommentare sind auf Instagram besonders nützlich, weil Tools über die Instagram-Schnittstelle auf jeden Kommentar innerhalb von sieben Tagen einmal privat antworten dürfen. So wird aus einem öffentlichen Kommentar ein privates Gespräch, und dort beginnen viele Anfragen.

Antworte in Minuten, nicht morgen

Viele fragen bei mehreren Anbietern gleichzeitig an, und die erste brauchbare Antwort bekommt meist den Termin. Anfragen kommen abends, am Wochenende und mitten im Arbeitstag, also genau dann, wenn niemand antworten kann.

Feste Antwortzeiten helfen, ebenso gespeicherte Antworten auf die häufigsten Fragen. MyTrendView Retention, derzeit eine Beta mit Warteliste, geht einen Schritt weiter: Es antwortet auf Instagram, WhatsApp und Telegram, prüft freie Zeiten und bucht den Termin im Chat.

Zähl Anfragen, nicht Likes

Frag jeden neuen Kunden, wie er auf dich gekommen ist, und schreib es auf. Nach einem Monat weißt du, welche Plattform und welche Art Beitrag Kunden bringt, und das kann dir kein Like-Zähler sagen.

Mach dann mehr von dem, was Anfragen gebracht hat, auch wenn es in der Statistik bescheiden aussah. Der Beitrag mit den wenigsten Likes ist manchmal der, der zwei Termine gefüllt hat.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Sollten wir Preise auf Social Media zeigen?

Eine Preisspanne oder ein Ab-Preis hilft meistens. Das siebt aus, wer nie buchen würde, und macht es den anderen leichter zu fragen.

Was tun bei negativen Kommentaren?

Ruhig und einmal öffentlich antworten, Details in eine private Nachricht verlegen. Eine faire Antwort auf Kritik schafft mehr Vertrauen als ein Feed ganz ohne.

Dürfen wir Menschen in Deutschland anschreiben?

Jemandem zu antworten, der dir geschrieben hat, ist in Ordnung. Unaufgeforderte Werbung per E-Mail, SMS oder Direktnachricht braucht nach §7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung; für Bestandskunden gibt es eine enge Ausnahme (siehe Upselling). Keine Rechtsberatung.

Wie hilft MyTrendView bei Neukunden?

Es bewertet Trends nach Kaufnähe, plant Beiträge, die Kauffragen beantworten, und soll in der Retention-Beta (Warteliste) Anfragen beantworten und Termine buchen.

Dein nächster Post ist irgendwo schon ein Trend.

Gib deine Website ein und sieh, was MyTrendView für deine Zielgruppe findet.

Gratis-Tarif, keine Karte. Die ersten 14 Tage mit dem Creator-Paket.