Such das Leck, bevor du den Beitrag änderst
Zwischen einem Beitrag und einem Kunden liegen ein paar Schritte: Jemand sieht den Beitrag, besucht dein Profil, tippt auf den Link oder schreibt eine Nachricht, fragt an, bucht. Die ersten Schritte zeigt dir die Statistik der Plattform, den Rest dein Postfach und dein Kalender.
Schreib die Zahlen eines Monats nebeneinander. Wo der größte Einbruch ist, liegt die Arbeit. Viele Betriebe verbessern monatelang ihre Beiträge, während das eigentliche Leck ein Link auf die falsche Seite ist.
Aufmerksamkeit von den falschen Leuten
Ein Beitrag kann viele Menschen erreichen und trotzdem keine Anfrage bringen, weil er Menschen erreicht hat, die nie kaufen wollten. Lustige Trends und allgemeine Tipps ziehen Publikum an; Beiträge über Preise, Ablauf und Ergebnisse ziehen Kunden an.
Prüf, welche Beiträge Profilbesuche und Nachrichten gebracht haben, nicht nur Aufrufe. Mach mehr davon, auch wenn sie neben deinem meistgesehenen Video bescheiden wirken.
Eine klare Handlungsaufforderung
Jeder Beitrag, der verkaufen soll, endet mit genau einem nächsten Schritt, klar gesagt: „Kommentiere PREIS, und wir schicken dir die Liste“, „Schreib uns für einen kostenlosen Check“, „Buch über den Link im Profil“.
Der Stichwort-Kommentar wirkt auf Instagram besonders gut: Tools über die Instagram-Schnittstelle dürfen auf jeden Kommentar innerhalb von sieben Tagen einmal privat antworten, und so wird aus einem öffentlichen Kommentar ein privates Gespräch. MyTrendView Retention, derzeit eine Beta mit Warteliste, soll genau diese Antwort automatisieren.
Streich jeden Schritt, den du streichen kannst
Jeder zusätzliche Schritt verliert Menschen. Der Link im Profil sollte direkt die Buchungs- oder Anfrageseite öffnen, nicht deine Startseite. Formulare sollten auf dem Handy funktionieren und nur fragen, was du für den ersten Kontakt brauchst.
Ein Nachrichten-Button schlägt oft ein Formular, weil Menschen schon wissen, wie man eine Nachricht schickt. Wo jemand sich anmelden, etwas herunterladen oder eine Telefonnummer suchen muss, gibt ein Teil von ihnen auf.
Tempo entscheidet
Wer anfragt, fragt oft bei mehreren Betrieben gleichzeitig und bucht beim ersten, der brauchbar antwortet. Eine Anfrage, die bis morgen früh wartet, ist bis dahin oft schon woanders entschieden.
Leg feste Zeiten zum Prüfen der Nachrichten fest, bereite Antworten auf die häufigsten Fragen vor und schreib ins Profil, wann man mit einer Antwort rechnen kann. Kommen Anfragen abends und am Wochenende, lohnt ein Assistent, der in der Zwischenzeit antwortet.
Vertrauen im Moment der Entscheidung
Kurz vor einer Anfrage suchen Menschen Belege: Bewertungen, echte Fotos statt Stockbilder, einen Preis oder eine Preisspanne, eine sichtbare Adresse und ein Impressum. Was dort fehlt, wird zum Grund, weiterzusuchen.
Pin deine besten Belege dorthin, wo Menschen landen: ein Highlight mit Kundenstimmen, ein Beitrag mit typischen Preisen, ein kurzes Video, wie ein erster Termin abläuft.
Teste eine Änderung nach der anderen
Ändere eine Sache, etwa den Link, die Handlungsaufforderung oder die Antwortzeit, und vergleich die folgenden drei Wochen mit den drei davor. Änderst du fünf Dinge auf einmal, weißt du nicht, welches geholfen hat.
Vergleich dich mit deinem eigenen letzten Monat, nicht mit Zahlen aus anderen Branchen. Eine Conversion-Rate bedeutet nur etwas gegenüber deinem eigenen Ausgangswert.